Weinfestival Budapest auf der Budaer Burg: so lief die Ausgabe 2026
Auf dieser Seite
- 📋 Auf einen Blick
- Tickets: was das Festival 2026 verlangt hat
- Die Explorer-Karte und die Regel, die daran hängt
- Welcher Tag, und was dir die Öffnungszeiten verraten
- Hinauf und wieder hinunter
- Das Glas, und warum es keine Rückgabestelle gibt
- Bezahlen: SZÉP-Karte wurde nicht angenommen
- Wie die Burg während des Festivals aussieht
- Für wen sich das lohnt
- Was sich zur 36. Ausgabe wieder bewegt
Das 35. Budapester Weinfestival übernahm vom 9. bis 12. September 2026 die Budaer Burg, und es endete am Samstagabend. Nicht am Sonntag. Der Veranstalter hatte in die Datumszeile seiner eigenen Startseite eine fett gesetzte Warnung geschrieben, “Figyelem: szerdától szombatig!”, also “Achtung: von Mittwoch bis Samstag!”. Ein hilfreicher Hinweis auf den neuen Ablauf.
Die 35. Ausgabe ist vorbei. Sie endete am Samstagabend, dem 12. September 2026, genau wie es in dieser Datumszeile stand. Die Startseite des Veranstalters trug noch die Daten von 2026 und kein Datum für 2027 (gelesen am 15. September 2026). Preise, Öffnungszeiten und Abstiege unten sind also die Zahlen von 2026, festgehalten als Maßstab für die 36. Ausgabe, sobald sie angekündigt wird. Die Ticketregeln, Uhrzeiten und Abstiegshinweise sind so beschrieben, wie sie 2026 funktioniert haben; bis der Veranstalter etwas anderes sagt, ist bei der nächsten Ausgabe mit derselben Mechanik zu rechnen.
Der Hinweis hatte seinen Grund: Die 34. Ausgabe lief vom 11. bis 14. September 2025, von Donnerstag bis Sonntag, wer nach dem Muster von 2025 plante, rechnete also mit einem Sonntag.
📋 Auf einen Blick
| Punkt | Kurzfassung |
|---|---|
| 📅 Wann | 9. bis 12. September 2026, Mittwoch bis Samstag (vorbei) |
| 📍 Wo | Budavári Palota, Budaer Burg, I. Bezirk |
| 🕒 Zeiten | Mi und Do 15 bis 24 Uhr, Fr und Sa 14 bis 1 Uhr. Kassen schließen eine Stunde früher |
| 🎟️ Günstigster Eintritt | Explorer, 4.450 Ft, nur online, drin bis 17 Uhr, ein einziger Eintritt |
| 🎫 Tageskarte | 8.900 Ft Mi und Do, 9.900 Ft Fr und Sa. Viertagespass 16.900 Ft |
| 🍷 Ehrengast | Die beiden amerikanischen Kontinente |
| 🚡 Rückweg | Standseilbahn schließt um 22 Uhr. Plan einen anderen Weg vom Berg |
Tickets: was das Festival 2026 verlangt hat
Am 24. August haben die Tageskarten und der Viertagespass um je 1.000 Ft zugelegt. Explorer und VIP waren nicht dabei und kosteten unverändert. Die Tabelle unten ist der Preis im Shop des Veranstalters (Stand 25. August 2026), und eine weitere Erhöhung hat er danach nicht angekündigt.
| Karte | Preis | Ungefähr | Hinweise |
|---|---|---|---|
| Explorer, Mi oder Do | 4.450 Ft | 12 € | Nur online, drin bis 17 Uhr, ein Eintritt |
| Explorer, Fr | 4.950 Ft | 14 € | Gleiche Regeln. Für Samstag nicht im Verkauf |
| Tageskarte, Mi oder Do | 8.900 Ft | 25 € | |
| Tageskarte, Fr oder Sa | 9.900 Ft | 27 € | |
| Viertagespass | 16.900 Ft | 47 € | Alle vier Tage |
| VIP Culinaris Party, ein Tag Do bis Sa | 15.000 Ft | 41 € | Nur als Zusatz |
| VIP Culinaris Party, drei Tage | 25.000 Ft | 69 € | Nur als Zusatz |
Die Preise stehen in HUF, das zahlst du auch an der Kasse. Umgerechnet mit 1 EUR = 363 HUF, EZB-Kurs vom 21. August 2026. Der Kurs schwankt, die umgerechneten Beträge sind also Richtwerte.
Gruppen mit mehr als 20 Personen bekamen 5% Rabatt auf Tageskarten zum vollen Preis, aber nur bei Buchung bis zum 4. September über das Formular des Veranstalters.
Drei Dinge an dieser Liste verdienen es, herausgezogen zu werden.
Die VIP-Zeile ist ein Zusatz, keine Eintrittskarte. Der Veranstalter sagt ausdrücklich, dass sie allein nicht gilt. Kaufst du sie ohne Tageskarte, Explorer-Karte oder Pass, hast du ein Programm gekauft, das du nicht erreichst.
Der Pass rechnet sich gegen Tageskarten, und nur gegen die. Der Viertagespass zu 16.900 Ft liegt unter zwei Freitags- oder Samstagskarten zu je 9.900 Ft und schließt trotzdem alle vier Tage ein. Gegen Explorer dreht sich das Ergebnis: ein Freitag-Explorer zu 4.950 Ft plus eine Samstagskarte macht 14.850 Ft, drei Explorer-Tage machen 13.850 Ft, beides unter dem Pass. Explorer kauft dir dafür einen beschnittenen Tag, drin bis 17 Uhr und kein zweiter Eintritt. Der Pass ist also der günstigste Weg zu vier uneingeschränkten Tagen, nicht der günstigste Weg hinein.
Die günstigeren Stufen sind abgelaufen. Der Vorverkauf endete am 23. August und lag bei den Tageskarten und beim Pass 1.000 Ft unter den Preisen oben, davor lief bis zum 31. Juli 2026 noch ein Early-Bird-Tarif. 7.900 Ft für eine Tageskarte oder 15.900 Ft für den Pass waren der Vorverkaufspreis, der zu diesem Zeitpunkt schon abgelaufen war. Die Zahlen oben sind die Preise vom 25. August 2026.
Elektronische Karten werden nicht am Tor gescannt. Du tauschst sie an den Kassen neben den Eingängen gegen ein Bändchen, und das ist ein weiterer Grund, freitags nicht um 23.30 Uhr aufzutauchen: Die Kassen machen eine Stunde vor dem Gelände zu.
Die Explorer-Karte und die Regel, die daran hängt
Explorer war der günstigste Weg hinein, und an der Karte hingen Bedingungen, die man vor der nächsten Ausgabe kennen sollte.
Mit 4.450 Ft mittwochs oder donnerstags kostet sie ungefähr die Hälfte einer Tageskarte, und sie kauft einen echten Abend: Du darfst bis zum Schluss bleiben, und das komplette Programm steht dir offen. Was du abgibst, steckt im Bändchen.
- Es gibt sie nur online. Kein Verkauf am Tor. Der Veranstalter verlangt den Kauf bis Mitternacht am Vortag deines Besuchs, eine Donnerstagskarte musst du also am Mittwochabend haben.
- Du musst bis 17 Uhr durch das Tor.
- Ein einziger Eintritt. Die Formulierung lautet, dass du bis zum Schluss bleiben darfst, aber wenn du das Festival zwischendurch verlässt, kommst du mit diesem Bändchen nicht wieder hinein. Tageskarte und Viertagespass lassen dich beliebig oft rein und raus. Explorer nicht.
Die 17-Uhr-Grenze lag nah an den Öffnungszeiten. Mittwochs und donnerstags öffnet das Gelände erst um 15 Uhr, das Explorer-Zeitfenster ist an diesen Tagen also zwei Stunden breit. Wer später kam, konnte die Karte nicht mehr nutzen. Freitags und samstags öffnet das Gelände um 14 Uhr, dann hast du drei Stunden.
Um die Ein-Eintritt-Regel herum plant man am besten: Wer einmal hinausging, kam mit diesem Bändchen nicht wieder hinein. Wenn dein Abend Essen unten in der Stadt und danach das Spätprogramm oben vorsieht, nimm die Tageskarte.
Eine weitere Einschränkung gilt für jede Tageskarte: Sie gilt nur für ihr Datum. Der Veranstalter schreibt, dass eine Tageskarte nur an dem darauf gedruckten Tag zum Eintritt berechtigt und eine nicht eingelöste Karte an anderen Tagen nicht verwendbar ist. Karten sind auf andere Personen übertragbar, aber nicht erstattbar. Eine ungenutzte Mittwochskarte ließ sich also nicht auf einen anderen Tag verschieben.

Das Eingangstor bei einer früheren Ausgabe. Foto: Derzsi Elekes Andor, CC BY-SA 4.0, skaliert, via Wikimedia Commons.
Welcher Tag, und was dir die Öffnungszeiten verraten
| Tag | Zeiten |
|---|---|
| Mi 9. September | 15 bis 24 Uhr |
| Do 10. September | 15 bis 24 Uhr |
| Fr 11. September | 14 bis 1 Uhr |
| Sa 12. September | 14 bis 1 Uhr |
Lies die Form, nicht die Zahlen. Die beiden Wochenendtage öffnen eine Stunde früher und schließen eine Stunde später. Das ergibt elf Stunden Festival gegen neun an den Wochentagen, zwei mehr, und sie liegen tiefer in der Nacht. Mittwoch und Donnerstag starten erst um 15 Uhr, wer an diesen Tagen früh am Nachmittag kam, wartete also am Tor, immerhin mit schöner Aussicht.
Willst du mit den Leuten reden, die einschenken, geh Mittwoch oder Donnerstag. Das gilt für jedes Festival und ganz besonders für eines, das um mehrere tausend heimische Weine herum gebaut ist, denn der ganze Wert des Formats liegt darin, dass ein Winzer dreißig Sekunden hat, dir zu erklären, was du gerade trinkst. An einem vollen Samstagabend bleibt an den Ständen weniger Zeit für solche Gespräche.
Willst du das Ganze in voller Lautstärke, laufen Freitag und Samstag bis 1 Uhr, und sie sind der Grund für den Ruf dieses Festivals. Lies vorher nur den nächsten Abschnitt.
Hinauf und wieder hinunter
Der Veranstalter listet seine eigenen Zuwege, und die sind die richtigen:
- Von der Szent György utca, durch das Koldus- und das Barokk-Tor.
- Von der Palota út, mit dem Aufzug am Csikós udvar oder dem Aufzug der Nationalbibliothek Széchényi.
- Mit dem Taxi zur Kasse an der Palota út, dann mit dem Aufzug hinauf in den Csikós udvar.
Für den öffentlichen Verkehr setzt die BKV die Busse 16, 16A und 116 an die obere Station am Szent György tér, also ans Festivalende, und die Busse 16 und 105 sowie die Straßenbahnen 19 und 41 an den Clark Ádám tér unten an der Kettenbrücke.
Ein Zeitdetail ist für den Abend am wichtigsten. Die Budavári Sikló, die Standseilbahn, fährt täglich von 8 bis 22 Uhr, ihre Kasse schließt um 21.50 Uhr. Das Festival läuft mittwochs und donnerstags bis Mitternacht und freitags und samstags bis 1 Uhr. Nebeneinandergelegt ist die Folge simpel: Die Standseilbahn ist ein Hinweg, nie ein Rückweg. Zur Schließzeit steht sie schon seit mindestens zwei Stunden still.
Entscheide den Abstieg also vorher:
- Der Bibliotheksaufzug läuft bis 1 Uhr, und der Veranstalter sagt das ausdrücklich. Freitags und samstags ist das exakt die Schließzeit, und darauf willst du nicht zurennen müssen.
- Zu Fuß hinunter zum Clark Ádám tér dauert rund fünfzehn Minuten und ist die Variante, die dir niemand aus dem Fahrplan streichen kann. Vernünftige Schuhe, und denk daran, dass du getrunken haben wirst.
- Busse sind auf dem Papier der vernünftige Plan. Prüf aber den Nachtfahrplan der BKK für die Stunde, in der du tatsächlich gehst. Eine Linie, die um 18 Uhr an der Burg hält, fährt dort nicht automatisch auch um 1 Uhr, und ein Festival, das um 1 Uhr endet, liegt genau in der Lücke, in der der Tagesbetrieb aufhört.
Willst du die Standseilbahn trotzdem mitnehmen, fahr sie bei Tageslicht hinauf, bevor die Tore öffnen. Die BKV nennt für die einfache Fahrt zum vollen Preis 4.500 Ft und für Hin und Rück 5.500 Ft.
Quelle: Betriebszeiten, Fahrpreise und Haltestellen der Standseilbahn von der BKV, Budavári Sikló, geprüft am 16. Oktober 2026.
Das Glas, und warum es keine Rückgabestelle gibt
Zu deiner Tageskarte oder deinem Pass gehört ein Kristall-Kostglas. Darauf liegt kein Pfand.
Dieser Satz löscht eine Gewohnheit. Ungarische Festivals haben allen beigebracht, einen Becher als geliehenes Geld zu behandeln, ihn am Ende zurückzugeben und die kaució wiederzubekommen. Hier gehört das Glas schlicht dir, es kommt mit der Karte, und der Veranstalter schreibt, dass es weder getauscht noch eingelöst werden kann. Verlierst oder zerbrichst du es, kaufst du am zentralen Infostand ein neues. Am Ende des Abends gibt es nichts, wofür du dich anstellst.
Ebenfalls in der Karte enthalten und leicht zu vergessen:
- Eine kostenlose Verkostung der VinAgora & Borkult Selection. Sie ist drin, und du musst sie einfordern.
- Ein Glasträger-Beutel, den du am Máltai Manufaktúra Pont im Csikós udvar abholst. Nimm dir die zwei Minuten. Ein Kristallglas und einen Teller auf einer vollen Terrasse zu halten, ist ein Zweihandproblem mit einer Einhandlösung.
Was die Karte nicht enthält, ist Wein. Die englische Ticketseite des Veranstalters sagt es unverblümt: Wein und Essen zahlst du an den Ständen der Aussteller, sämtliche Fach- und Rahmenprogramme sind frei. Eintritt, Glas und das komplette Programm kosten also eine Zahl, und alles, was du wirklich trinkst, eine zweite, nach oben offene.
Bezahlen: SZÉP-Karte wurde nicht angenommen
Für alle, die in Ungarn leben, ist das die nützlichste Zeile hier. Die SZÉP-Karte wird nicht akzeptiert, und der Veranstalter schließt sie sowohl für den Onlinekauf als auch für Ausgaben vor Ort aus. Wer bei Wein- und Essensfestivals sonst mit dem SZÉP-Guthaben zahlt, plant hier besser eine andere Zahlungsart ein.
Genannt werden für den Konsum auf dem Gelände eine kontaktlose FestiPay-Festivalkarte und eine kontaktlose PayPass-Bankkarte. Zu Bargeld äußern sich die Seiten des Veranstalters nicht, plan also mit den Kartenoptionen, die er nennt.
Wie die Burg während des Festivals aussieht
Das Festival belegt den Csikós udvar, den Oroszlános udvar, den Hunyadi udvar, die Savoyai terasz und die Halászó gyerekek terasza. In diese fünf lassen Sicherheitsdienst und Einlasspersonal nur Leute mit gültigem Bändchen, und Teile des Burgviertels sind für die vier Tage komplett abgesperrt.
Die Kulisse ist das Herz des Festivals. Die Höfe und Terrassen des Burgpalasts blicken über die Donau nach Pest, und wenn unten die Lichter der Stadt angehen, ist das einer der schönsten Orte Budapests, um Wein zu probieren.
Auch Museumsbesuche klappten während des Festivals. Zum Museumsticket gehört ein Bändchen, mit dem du das Festivalgelände durchqueren darfst, mit Zugangspunkten an der Palota út beim Aufzug und am Szent György tér bei der Standseilbahn. Die Ungarische Nationalgalerie und das Budapester Historische Museum bleiben also an diesen vier Tagen erreichbar. Der Weg führt durch das Festival, plan auf den vollen Terrassen also etwas mehr Zeit ein. Willst du das Burgviertel ohne Festival darauf, hat das Fest der Volkskunst drei Wochen früher dieselbe Absperrmechanik, und die Wochen dazwischen sind die ruhigen.
Für wen sich das lohnt
Dafür spricht: Das ist die eine Woche im Jahr, in der du dich an einem Abend quer durch die ungarische Weinlandkarte trinkst, auf einer Burgterrasse, ohne irgendetwas zu buchen und ohne zu einem einzigen Keller zu fahren. Programm und Masterclasses stecken in der Karte, was ungewöhnlich ist, und der Eintrittspreis ist niedrig für das, was diese Kulisse im Aufbau kostet.
Dagegen spricht: Das ist ein großes Freiluftfestival auf einem Berg im September, die guten Tage sind die vollen, und die Karte ist der kleinste Posten deines Abends. Alles im Glas wird separat berechnet, und ein ernsthafter Verkostungsabend summiert sich schneller, als der Eintrittspreis vermuten lässt.
Lass es, wenn du in Ruhe mit Winzern reden willst und Mittwoch oder Donnerstag nicht schaffst, wenn du mit kleinen Kindern unterwegs bist, oder wenn du eigentlich eine Weinkarte und einen Stuhl suchst. Das Letzte ist ein völlig anderer Abend, und unser Guide zu den echten Weinbars in Budapest deckt ab, wo Einheimische an den anderen 361 Tagen ungarischen Wein trinken. Die Sitzvariante mit Küche dahinter heißt Borkonyha.
Anfang September ist ohnehin eine der besseren Wochen für Budapest, was wir im Guide zur besten Reisezeit auseinandernehmen. Warm genug für eine Terrasse um Mitternacht, kühl genug, um danach den Berg hinunterzulaufen, ohne es zu bereuen.
Was sich zur 36. Ausgabe wieder bewegt
Zwei Dinge haben sich in der Woche vor dem Festival 2026 bewegt und werden es beim nächsten Mal wieder tun: die Ausstellerkarte auf aborfesztival.hu und der Nachtfahrplan der BKK für die Linie, mit der du wegfahren willst.
Die Ticketpreise gehören auf dieselbe Liste. Die letzte Erhöhung 2026 war die vom 24. August, und der Veranstalter hat keine weitere angekündigt. Ein Preis gilt aber immer nur für den Tag, an dem er abgelesen wurde, und die Zahlen oben sind die vom 25. August 2026.
Quelle: Festivaldaten, Tickets, Öffnungszeiten, Zugänge und Zahlungsbedingungen von der Seite des Veranstalters, aborfesztival.hu; Preise geprüft am 25. August 2026, Daten erneut gelesen am 15. September 2026.
Gut zu wissen
Wann war das Budapester Weinfestival 2026, und wie waren die Öffnungszeiten?
Vom 9. bis 12. September 2026, Mittwoch bis Samstag, auf der Budaer Burg; die Ausgabe ist vorbei. Mittwoch und Donnerstag von 15 bis 24 Uhr, Freitag und Samstag von 14 bis 1 Uhr. Die beiden Wochenendtage öffneten also eine Stunde früher und liefen eine Stunde länger als die ersten beiden. Die Kassen schlossen jeden Tag eine Stunde vor dem Gelände. Die Ausgabe 2025 lief von Donnerstag bis Sonntag, der Samstagsschluss war 2026 neu, und der Veranstalter wies auf seiner Startseite fett darauf hin.
Was kostet eine Karte für das Weinfestival 2026?
Die Tageskarte kostete 2026 8.900 Ft für Mittwoch oder Donnerstag und 9.900 Ft für Freitag oder Samstag, der Viertagespass 16.900 Ft, abgelesen im Shop des Veranstalters (Stand 25. August 2026). Eine weitere Erhöhung hat der Veranstalter danach nicht angekündigt. Der Vorverkauf endete am 23. August und lag bei den Tageskarten und beim Pass 1.000 Ft darunter, Zahlen wie 7.900 Ft oder 15.900 Ft waren seitdem nicht mehr zu haben. Explorer und VIP waren nicht Teil der Erhöhung und kosteten unverändert. Die Explorer-Karte lief separat: 4.450 Ft für Mittwoch oder Donnerstag und 4.950 Ft für Freitag, nur online, und für Samstag gab es sie gar nicht. Das VIP-Paket Culinaris Party kostete 15.000 Ft für einen Tag von Donnerstag bis Samstag oder 25.000 Ft für drei Tage, und es war ein Zusatz, keine Eintrittskarte. Allein kam man damit nicht rein.
Was steckt in der Karte drin?
Der Eintritt, ein Kristall-Kostglas, eine kostenlose Verkostung der VinAgora & Borkult Selection und ein Glasträger-Beutel, abzuholen am Máltai Manufaktúra Pont im Csikós udvar. Wein steckte nicht drin. Die englische Ticketseite des Veranstalters sagte es direkt: Wein und Essen wurden an den Ständen der Aussteller bezahlt, sämtliche Fach- und Rahmenprogramme waren frei. Die Karte kaufte also die Tür und das Glas, und getrunken wurde aus einem zweiten Budget.
Bekomme ich für das Kostglas am Ende Geld zurück?
Nein. Anders als beim Becherpfand vieler ungarischer Festivals lag auf dem Glas kein Pfand, es gab also nichts zurückzugeben und nichts einzufordern. Das Glas kam mit der Tageskarte oder dem Pass, eines pro Karte. Ein zerbrochenes oder verlorenes Glas ersetzte man am zentralen Infostand gegen ein neues, eine Rückgabestelle für die letzte Viertelstunde des Abends gab es nicht.
Kann ich das Festival verlassen und wieder hineingehen?
Das hing komplett davon ab, welche Karte man gekauft hatte, und der Unterschied war größer als die Preislücke vermuten ließ. Tageskarte und Viertagespass gaben ein Bändchen für beliebig viele Ein- und Ausgänge. Die Explorer-Karte nicht. Der Veranstalter formulierte es so, dass man bis zum Schluss bleiben durfte, aber wer das Festival zwischendurch verließ, kam mit diesem Bändchen nicht wieder hinein. Dazu hatte Explorer eine harte Einlassgrenze um 17 Uhr, und mittwochs und donnerstags öffnete das Gelände erst um 15 Uhr. Das ließ zwei Stunden, um durchs Tor zu kommen.
Wie komme ich nach dem Festival von der Budaer Burg herunter?
Nicht mit der Standseilbahn. Die BKV fuhr sie täglich von 8 bis 22 Uhr, die Kasse schloss um 21.50 Uhr, und das Festival lief mittwochs und donnerstags bis Mitternacht und freitags und samstags bis 1 Uhr. Sie stand also längst still, wenn die Leute gingen. Der Veranstalter nannte als Wege die Szent György utca durch das Koldus- und das Barokk-Tor sowie die Palota út mit dem Aufzug am Csikós udvar oder dem Aufzug der Nationalbibliothek Széchényi, und er warnte, dass der Bibliotheksaufzug nur bis 1 Uhr lief. Zu Fuß hinunter zum Clark Ádám tér war die Variante, die nicht ausfallen konnte. An Bussen listete die BKV die 16, 16A und 116 an der oberen Station und die 16 und 105 sowie die Straßenbahnen 19 und 41 unten am Clark Ádám tér, wobei der Nachtfahrplan der BKK entschied, was zu später Stunde wirklich fuhr.
Kann ich mit der SZÉP-Karte zahlen?
Nein. Der Veranstalter schrieb klar, dass SZÉP-Karten nicht akzeptiert werden, weder beim Onlinekauf noch vor Ort. Genannt wurden stattdessen die kontaktlose FestiPay-Festivalkarte und kontaktlose PayPass-Bankkarten für den Konsum auf dem Gelände. Das betraf vor allem Leserinnen und Leser mit Wohnsitz in Ungarn, die bei Wein- und Essensfestivals oft mit der SZÉP-Karte zahlen.
Komme ich während des Festivals noch in die Museen auf der Burg?
Ja. Teile des Burgviertels waren während des Festivals abgesperrt, und in den Csikós udvar, den Oroszlános udvar, den Hunyadi udvar, auf die Savoyai terasz und auf die Halászó gyerekek terasza ließen Sicherheitsdienst und Einlasspersonal nur Leute mit Bändchen. Museumsbesucher sperrte das nicht aus: Zum Museumsticket gab es ein Bändchen, mit dem sich das Festivalgelände durchqueren ließ, mit Zugangspunkten an der Palota út beim Aufzug und am Szent György tér bei der Standseilbahn. Die Ungarische Nationalgalerie und das Budapester Historische Museum blieben also erreichbar. Der Weg dorthin führte durch das Festival, deshalb lohnte es sich, auf den vollen Terrassen etwas mehr Zeit einzuplanen.
Brauchen Kinder eine Karte?
Unter 14 Jahren war der Eintritt frei. Der Veranstalter bat darum, das kostenlose Kinderbändchen an den Kassen zu holen, statt einfach durchzugehen. Es war eine Abendveranstaltung, die bis Mitternacht oder länger lief, und an den ersten beiden Tagen öffnete sie erst um 15 Uhr. Das kinderfreundliche Zeitfenster war entsprechend schmal.
Buchen statt anstehen


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